VHS-Filmclub Emden - Programm im Januar 2012

Mo., 02.01.2012, CineStar Emden, 20:00 Uhr
Mr. Nice
Tragikomödie, UK 2010, R.: Bernard Rose, mit Rhys Ifans, Chloë Sevigny, David Thewlis  u.a., 120 Min.

Alles beginnt in den 70er Jahren, als der Joint Symbol einer besseren Welt war: Howard Marks - hochbegabter Oxford-Zögling, Philosoph und Physiker -   will eigentlich Lehrer werden, bis er vertretungsweise mit einer Ladung Drogen quer durch Europa rast: ein buchstäblich bewusstseinserweiternder Trip! Mit insgesamt 43 Decknamen, 89 Telefonanschlüssen und Kontakten zur Mafia sowie zu verschiedensten Geheimdiensten schafft es Marks, den Drogenhandel zu globalisieren. Vor den Augen der Weltöffentlichkeit hält „Mr. Nice“ ein ganzes Justizsystem zum Narren. Mal schlüpft er in die Rolle eines unberechenbaren Geheimagenten und mal zeigt er sich als schäbiger Geldwäscher. Dabei genießt Marks sein Leben in vollen Zügen - Cannabis, Cadillacs und jede Menge Kohle…
Bernard Rose verfilmte die gleichnamige, legendäre Autobiographie von Howard Marks als  pointen- und wendungsreiche Komödie voller Dialogwitz und satirischer Seitenhiebe.
"Rhys Ifans spielt mit einer sehr britischen Mischung aus Lässigkeit und Übermut, deren Charme sich der Zuschauer kaum entziehen kann." (Die Taz)

Do., 5.1. und Mo., 9.1.2012, CineStar, 20:00 Uhr
Die Einsamkeit der Primzahlen
Drama, Italien/Deutschland/Frankreich 2010, Regie: Saverio Costanzo, mit Alba Rohrwacher, Isabellla Rossellini, Sonny Marinelli u.a., 118 Min.

Zwei lieben sich, finden aber nicht zueinander: die Verfilmung des  Erfolgsroman "Die Einsamkeit der Primzahlen" von Paolo Giordano als stimmiges Coming-of-Age-Drama.

In der Schule begegnen sich Alice und Mattia zum ersten Mal, beide Außenseiter, beide von schlimmen Erfahrungen der Kindheit belastet. Alice verlor nach einem Skiunfall das Vertrauen in ihren Vater und seitdem misstraut sie jedem, vor allem sich selbst. Mattia leidet unter Schuldgefühlen, weil er statt auf seine Zwillingsschwester aufzupassen, einen Kindergeburtstag feierte und das Mädchen seitdem verschwunden ist. Alice wird von den anderen Mädchen gemieden und gemobbt und heischt um Aufmerksamkeit, der Einserschüler Mattia kapselt sich ab und ritzt sich in seiner Verzweiflung. Ihre Familien bieten keinen Rückhalt. Dass ausgerechnet diese vom Schicksal gezeichneten Wesen sich anziehen, macht eine Liebesbeziehung erst einmal unmöglich. Wie zwei benachbarte Primzahlen sind sie immer durch eine Winzigkeit getrennt.

„Gekonnte Mischung aus Thriller und Melodram“ (Zitty Berlin)

„Ausgezeichnete Hauptdarsteller“ (Die Zeit)

Do., 12.1. und Mo., 16.1.2012, CineStar, 20:00 Uhr
Arschkalt
Komödie, D 2010, Regie: André Erkau, mit Herbert Knaup, Johannes Allmayer, Elke Winkens, Peter Franke, 90 Min.

Zwei Männer und ein Tiefkühltransporter. Der zynische Ex-Firmeninhaber Berg will nur seine Ruhe. Sein neuer Partner dagegen, der naive Moerer, redet gern.
"Dieser Transporter ist zu klein für zwei!" Aber zwecklos, Berg kann seinen lästigen Beifahrer erst dann wieder loswerden, wenn er ihn zu einem guten Verkäufer gemacht hat, so die Forderung der forschen neuen Chefin Lieke van der Stock. Vom arschkalten Misanthropen Berg ist plötzlich Teamgeist gefragt.
Gefühlte 876 Tiefkühlpizzen, 4322 Fischstäbchen und 12887 Garnelen später beginnt er aufzutauen. Doch damit fangen die Probleme erst so richtig an...

"Die kleinen Ungereimtheiten und Holprigkeiten des Drehbuchs machen die sentimentalen Akkordeonklänge im Soundtrack von Dürbeck & Dohmen vergessen. Beschaulich sind die Landschaftsaufnahmen von Dirk Morgenstern, der das norddeutsche Flachland ungekünstelt und unaufdringlich in eine klassische weite Kinolandschaft verwandelt. In den besten Momenten erinnert der Film an die Arbeiten des finnischen Lakonikers Aki Kaurismäki."(br-online.de)

Do., 19.1. und Mo., 23.1.2012, CineStar, 20:00 Uhr
Die Eleganz der Madame Michel / Le Hérisson
Tragikomödie, Frankreich 2009, Regie: Mona Achache, mit Josiane Balasko, Garance Le Guillermic, Togo Igawa u.a., 99 Min., OmU

Madame Michel ist Concierge in einem eleganten Pariser Wohnhaus. Auf den ersten Blick bringt sie alle typischen Attribute mit sich: Sie ist mürrisch, ungepflegt und unscheinbar. Um ihre Ruhe vor den herablassenden reichen Bewohnern des Hauses zu haben, versteckt sie ihre Leidenschaft für Bücher sorgfältig und schlüpft in die Rolle der kratzbürstigen Concierge. Auch die hochbegabte 11jährige Paloma, ebenfalls Bewohnerin des Hauses, lebt in ihrer eigenen Welt. Längst hat sie durchschaut, wie ärmlich ein Leben im Luxus sein kann und beschließt, sich am Tag ihres 12. Geburtstags das Leben zu nehmen, sollte sie nicht etwas entdecken, was das Leben lebenswert macht. Beider Schicksal wandelt sich jedoch mit dem Einzug des geheimnisvollen Japaners Kakuro Ozu. Schon bald bahnt sich eine zarte Liebesgeschichte an. Denn Monsieur Ozu ahnt, dass sich hinter Madame Michels mürrischer Fassade ein liebenswertes Geheimnis verbirgt und lockt, sanft wie beharrlich, die barsche Concierge aus ihrem Winterschlaf…

Die Verfilmung des Bestsellers „Die Eleganz des Igels“ zeigen wir anlässlich des Jugendfilmfestivals „Cinéfête“ im französischen Original mit deutschen Untertiteln.

Do., 26.1. und Mo., 30.1.2012, CineStar, 20:00 Uhr
Joschka und Herr Fischer
Dokumentation, Deutschland 2011, Regie: Pepe Danquart, mit Joschka Fischer, Daniel Cohn-Bendit, Hans Koschnick, Katharina Thalbach u.a., 143 Min.

Er war 68er-Aktivist, Stadtguerillero, Taxifahrer, Sponti – er wurde hessischer Umweltminister in Turnschuhen und deutscher Außenminister im Anzug: Das bewegte Leben von Joseph „Joschka“ Fischer dient Regisseur Pepe Danquart als roter Faden, um von sechs Jahrzehnten deutscher Nachkriegsgeschichte zu erzählen. Von den verlogenen 50er-Jahren, den wilden Tagen der APO und der „bleiernen Zeit“ des RAF-Terrors über die Anfänge der Anti-Atomkraftbewegung und die Gründungsjahre der Grünen bis hin zum Fall der Mauer und der ersten rotgrünen Bundesregierung – Danquarts Film wird zu einer Zeitmaschine, die durch sechs Jahrzehnte fliegt und Fischer zu einem Zeitreisenden, der manchmal kaum fassen kann, was in der Epoche, die ihn ebenso prägte wie er sie, alles geschehen ist.

„Eine lebendige Zeitreise durch 60 Jahre, die dieses Land geformt haben. Mal bewegend, mal witzig, oft lehrreich, immer unterhaltsam.“ (ZDF Heute Journal)

 „Ungewöhnlich einfallsreich gefilmt und geschnitten – ein unterhaltsames Stück Zeitgeschichte.“( Süddeutsche Zeitung)

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